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Highlights der MA '97

Radionutzung steigt bundesweit insgesamt auf täglich 177 Minuten (199 Min. im Osten; 171 im Westen). Trotz immer wachsendem TV-Angebot legte die Gattung Radio bei der Nutzung einen Zahn hinzu. Täglich können über das Radio 82,5% der Bundesbürger über 14 Jahre erreicht werden. Beim TV liegt dieser Wert bei 72%. Diese Entwicklung unterstreicht die gewachsene Bedeutung des Radios als wichtigtstes Hintergrundmedium. Im Durchschnitt werden nur 1,3 verschiedene Radiosender pro Tag gehört. Zapping ist beim Radio ein Fremdwort. Grund dafür ist vermutlich die starke Formatierung des Radios, jeder Hörer hat einen Lieblings- und einen Ausweichsender.

Insgesamt betrachtet haben die gebührenfinanzierten ARD-Sender mit 58% die meisten Hörer, aber die Privaten vermarkten sich erfolgreicher, weil sie sich 63% der Werbeausgaben (insgesamt 1,57 Mrd DM) verbuchen können. Wenn man bedenkt, daß die Privaten nur über ca. ein Viertel der in Deutschland vorhandenen Sendeleistung zur Verfügung steht, dann ist der Wettbewerbsnachteil um die Hörer noch eklatanter. Der Frequenzvorteil der ARD hat mit der sog. Grundversorgung nichts mehr zu tun. Die jüngsten politischen Entscheidungen im Osten, wo der MDR bei der Zuteilung freier Frequenzen zu Lasten der Privaten bevorzugt behandelt wurde deuten auf die politische Geringschätzung der Privaten. Obwohl die konnten sich im Osten die meisten Reichweitengewinne verbuchen.

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Stars und Sternschuppen

Nach den Ergebnissen der MA 97 gibt es Shooting Stars auf beiden Seiten.
BB Radio in Brandenburg hat mit 126,3% Reichweitensteigerung ein Meisterstück vollbracht. Die Landeswelle Thüringen gewann 45,7%, radio SAW 41,3, Antenne Sachsen 21%, wobei MDR Life 26,7% seiner Gebührenzahler verlor.
Das öffentlich-rechtliche Wort ist im Kommen: in Berlin legte das SFB/ORB Inforadio 37,5% zu, sein privater Konkurrent News + Talk wurde in der MA 97 gar nicht ausgewiesen. Bayern 5 gewann ebenfalls beachtliche 22,4%.

In NRW zeigt Eins LIVE mit einem Zuwachs von 43,1%, wie man erfolgreiches Jugendradio macht, in Berlin hingegen verlor der junge Fritz 15% seiner Fans, blieb jedoch stärkster Sender in der Zielgruppe der14-29jährigen. N-Joy Radio im Norden gewann 17%, darf aber keine Werbung senden.

104,6 RTL blieb unangefochten an der Reichweitenspitze im hart umkämpften Berliner Äther, ANTENNE BAYERN blieb ebenso unverändert der reichweitenstärkste Privatsender Deutschlands.

In den älteren Zielgruppen gewann SPREERADIO bei den Privaten 23,4% dazu.
Absoluter Spitzenreiter mit 825.000 Hörern im Süden bleibt Bayern 1 mit einem Plus von 14,3%, wobei alle anderen Programme des BR zulegen konnten.

Die größten Verlierer der MA 97 waren die bundesweiten Kabelsender: RTL Oldiesender mit -28,3% und Radio Melodie mit -32,4%. Klassik Radio legte hingegen 15,5% zu.

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MA '97 Top & Flop Five

  Reichweitengewinner
BB Radio mit 126% (+86.000)
Landeswelle Thüringen mit 45,7% (+67.000)
WDR Eins LIVE mit 43,1% (+591.000)
Antenne. Das Radio 41,5% (+348.000)
radio SAW mit 41,3% (+277.000)

  Reichweitenverlierer
Radio Melodie -32,4% (-50.000)
RTL Oldie -28% (-104.000)
MDR Life -26,7% (-242.000)
Antenne Brandenburg -24,3% (-168.000)
delta Radio -23,0% (-47.000)

  Quelle: MA 96 und 97. Reichweite Mo.-Sa., 06-18 Uhr, Zielgruppe Gesamt.

Weitere Informationen zum Thema MA 97 finden Sie auch im Internet:
ARW, RMS, IP-Multimedia, Gong und Plan b) GmbH.

Quellen: MA 96 und 97, ARD-Werbung, RMS, IP-Multimedia

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